Selige Unruhe
Beschreibung
Beschreibung
Margit, Amela, Gerda und Carla haben vor 30 Jahren voll jugendlicher Tatkraft in Funkberg gegen den Bau eines Kraftwerkes demonstriert. Nun trommelt Gerda die alte Truppe wieder zusammen. Das Funkberger Kloster soll heimlich an Immobilienhaie verhökert und in ein Kongresszentrum umgewandelt werden. Gemeinsam mit der Studentin Bezé und Angelika, der letzten im Kloster lebenden Nonne, wollen sie das bedrohte Kulturgut der Stadt retten. Bei ihren Nachforschungen legen die Frauen eine unglaubliche Geschichte frei, die sie bis zu den Beginen ins 14. Jahrhundert führt. Und damit zu einer der ersten Frauenbewegungen, die weit mehr war als eine religiöse Gemeinschaft.
Andreas Pavlic zeigt in seinem neuen Roman humorvoll und eindrücklich, dass es für zivilen Widerstand immer einen Weg gibt.
Details und Inhalte
Druckausgabe
E-Book
Autor
Andreas Pavlic
Pressestimmen
»Um gefährdetes Gemeinwohl geht es in ›Selige Unruhe‹ – und um Selbstermächtigung. Von mittelalterlicher Solidarität, die auf den Scheiterhaufen führte, erfährt man genauso wie vom Sexismus in heutigen Amts- und Gasthausstuben. Besonders schön an diesem Roman ist sein Verzicht auf vordergründige Didaktik – und der Mut, sich in haarsträubende und gerade deshalb alles andere als unplausible Kolportage zu stürzen: Schlösser werden geknackt, Gespräche mitgeschnitten und Kompromat in verschiedensten Formaten gesammelt.«
– Joachim Leitner, Tiroler Tageszeitung
»Mit einer auf das Wesentliche reduzierten Sprache, die die Figuren in den Mittelpunkt stellt, ist Andreas Pavlic ein Roman gelungen, der tiefgründig und unbeschwert, philosophisch und politisch gleichermaßen ist, und seine Leser*innen zudem mit Situationskomik und Witz bestens unterhält.«
– Steffi Klamuth, kaputtzig
»Was man von einem Laiinnen-Orden aus dem Mittelalter lernen kann, schreibt Andreas Pavlic in seinem Roman ›Selige Unruhe‹. … Pavlic zieht Parallelen zwischen den häretischen Bewegungen im Mittelalter und gegenwärtigen Protest- und Widerstandsbewegungen.«
– Erwin Uhrmann, Die Presse Kulturmagazin
»Im Buch sind (die Beginen) als soziale Bewegung eine interessante faktische Grundlage, von der aus Pavlic in Funkberg von heute Themen wie ziviler Widerstand, Gemeinwohl, Solidarität und Freundinnenschaft verhandeln kann.«
– Daniela Fürst, Buchmagazin Literaturhaus Wien
»Andreas Pavlic tariert seinen Roman klug aus zwischen den Anforderungen nach stromlinienförmiger Unterhaltung und biedermeierlicher Gesellschaftskritik. Manche Argumente aus der Klostergemeinschaft der Beginen erweisen sich als durchaus attraktiv für die Gegenwart.«
– Helmuth Schönauer, Schoepfblog
»Der Titel ist schon ein Vorgeschmack, auf das, was uns erwartet. In diesem Abenteuer- und Aufklärungsroman treffen Unruhestifterinnen auf Seelenheilversprecherinnen.«
– Markus Köhle, DUM
»Andreas Pavlic hat sich immer schon, vor allem in seinen journalistischen und wissenschaftlichen Texten, mit sozialen Bewegungen auseinander gesetzt. Die Geschichte der Beginen, als eine der ersten Frauenbewegungen aus dem Mittelalter, dient ihm in seinem aktuellen Roman als Hintergrund, vor dem er in der Gegenwart von den Geschehnissen in Funkberg berichtet. Welche Facetten der historischen Beginengemeinschaft er den sechs widerständigen Funkbergerinnen mitgegeben hat und wie es für ihn war, die Erzählperspektive einer jungen tiefreligiösen Frau einzunehmen, davon und mehr erzählt er im Gespräch mit Daniela Fürst.«
– Andreas Pavlic im Gespräch mit Daniela Fürst, Literadio »hier nachhören
»Der Roman zeigt überzeugend, dass historisches Erzählen und gesellschaftliche Aktualität einander nicht ausschließen, sondern produktiv aufeinander verweisen – und dass Komplexität nicht Schwere bedeuten muss, sondern literarische Tiefe erzeugen kann.«
– Nadine Näscher, LiLit
Autorenstimme
»Das Wertvolle liegt nicht in, sondern zwischen uns.« (Andreas Pavlic)
