Anna Seghers im Garten von Jorge Amado
Beschreibung
Beschreibung
Es gibt ein Foto von Anna Seghers inmitten wild wuchernder tropischer Vegetation, 1963 im Garten des Dichters Jorge Amado in Brasilien. Ausgehend von diesem Foto imaginiert Robert Cohen einen Augenblick des Nachdenkens der Dichterin, nicht in die DDR zurückzukehren. Sie wägt ab zwischen einem zwar befreiten, aber als einschnürend empfundenen sozialistischen Alltag und dem scheinbar paradiesischen Traum von Exotik und individueller Befreitheit.
Robert Cohens Erzählung pendelt kunstvoll zwischen Märchenhaftem und Biografischem.
Details und Inhalte
Druckausgabe
E-Book
Autor
Robert Cohen
Pressestimmen
»In Cohens Erzählung begegnen wir einer Frau, die von den Erfahrungen ihres Lebens geprägt wurde. Da sind zwei Weltkriege, die Flucht vor den Nazis nach Frankreich und die politische Verfolgung unter dem Vichy-Regime, das Ankommen auf einem fremden Kontinent in Mexiko – all das leuchtet in Rückblenden immer wieder auf.«
– Sara Maleš, SWR Kultur
»Am Anfang war ein Bild. Robert Cohen nimmt es zum Anlass, sich vorzustellen, was Anna Seghers in dieser Situation durch den Kopf gegangen sein könnte: ein kleiner Text über große Fragen.«
– Ulrich Steinmetzer, Frankfurter Allgemeine Zeitung
»Cohens Erzählung über Anna Seghers in Brasilien handelt genau davon: vom Beharren auf Glück in einer unglücklichen Zeit. Auch deshalb geht sie einem so nahe.«
– Erich Hackl, junge welt
»Ein einfühlsames Plädoyer für eine unvergessene deutsche Schriftstellerin und ihre Geschichten.«
– Ralf Julke, Leipziger Zeitung
»Besonders beeindruckt hat mich die Art und Weise, wie Cohen Seghers‘ Sein im tropischen Garten mit ihren Erinnerungen vermischen lässt. … Cohen kennt Seghers Werk sehr gut und lässt es gekonnt in seine Erzählung einfließ. Mein Lesetipp, nicht nur für Seghers Fans!«
– oststadtlese 86
»Man erfährt Biographisches von Anna Seghers, den Tatsachen entsprechend, doch in erster Linie wird man mit ihren Gedanken und erfundenen Gesprächen konfrontiert. So könnte sie damals gedacht haben, das könnte sie damals gesprochen haben.«
– Bücher mit Chris
»Dem Autor ist eine trotz des geringen Umfangs atmosphärisch dichte Erzählung über eine Momentaufnahme des Lebens der 63-jährigen berühmten Schriftstellerin und Präsidentin des Schriftstellerverbands der DDR gelungen.«
– Sabine Kojima, ekz.bibliotheksservice
