Schlurfkatzen
Beschreibung
Beschreibung
Die Wiener Schlurfs und Schlurfkatzen haben sich während der 1940er-Jahre mutig gegen die Nazi-Ideologie gestellt und gemeinsam gegen die Unterdrückung angetanzt. Autorin Barbara Kadletz stellt die fast vergessene Widerstandsbewegung in ihrer von Jorghi Poll illustrierten Graphic Novel ins Rampenlicht.
Seit Luise kurz vor Kriegsbeginn bei einem Konzert der Vibraphonistin Vera Auer (1919–1996) war, ist sie Jazzfan und verpasst keine Gelegenheit, Swing zu tanzen und die Musik live zu hören. Allerdings gilt Jazz im Nationalsozialismus als entartete Kunst, und Swing zu tanzen ist seit September 1939 behördlich verboten. Von den Nazis wegen ihres Musikgeschmacks und ihres Styles geringschätzig als »Schlurfs« und »Schlurfkatzen« bezeichnet, übernehmen die Jugendlichen selbstbewusst diesen Begriff und feiern im Untergrund ihre Subkultur. Special appearance: Ernst Jandl, Erni Mangold und Helmut Qualtinger.
Details und Inhalte
Druckausgabe
E-Book
Innenansichten
Autorin
Barbara Kadletz
Illustrator
Pressestimmen
»Barbara Kadletz hat ganz bewusst eine Frau zur Hauptfigur ihrer Graphic Novel gemacht, denn obwohl Frauen in der Schlurf-Bewegung durch Polizeiprotokolle dieser Zeit belegt sind, wurden sie von Historiker:innen kaum beleuchtet. ›Wenn geforscht wurde zu den Schlurfs, kamen vor allem Männer zu Wort. Mir war es wichtig einer Frau eine Stimme und einen Platz zu geben‹, sagt Barbara Kadletz, ›Deshalb habe ich die Luise erfunden. Das ist halt auch das Schöne daran, wenn man kein Sachbuch macht, sondern eine fiktive Geschichte erzählt, dass man dann eine Frauenbiografie, wie sie sein hätte können, einfach erzählen kann.‹«
– Christian Pausch, ORF/FM4
»Barbara Kadletz legt in dieser Graphic Novel den Fokus auf einen Widerstand, der in den Geschichtsbüchern kaum vorkommt und in abgewandelter Form bis heute in autoritären und diktatorischen Regimes zu beobachten ist. Diese großartige – von Jorghi Poll wunderbar illustrierte – Neuerscheinung ist in jeder Hinsicht ein Highlight, das ich euch wärmstens ans Herz lege.«
– Steffi Klamuth, kaputtzig
»›Schlurfkatzen‹ nannten NS-Anhänger abfällig die Frauen der Untergrundbewegung, die lieber zum Jazz tanzten als zu marschieren. Barbara Kadletz ist mit Verleger und Illustrator Jorghi Poll eine Hommage an diese Form des Widerstands gelungen.«
– Jannic Hofmuth, Buchkultur
»Die Wiener Buchhändlerin, Autorin, Moderatorin und Buchbloggerin Barbara Kadletz legt nach den beiden Romanen ›Im Ruin‹ und ›Schattenkühle‹ ihre erste Graphic Novel vor. ›Schlurfkatzen‹ widmet sich einem historischen Stoff: den von den Nazis despektierlich als ›Schlurfs‹ titulierten jungen Jazz- und Swing-Fans. … Über weibliche Schlurfs ist wenig bekannt, Kadletz hat dennoch eine ›Schlurfkatze‹ zur Heldin des Bandes gemacht.«
– Sebastian Fasthuber, Falter
»Barbara Kadletz und Illustrator Jorghi Poll erzählen davon, ›als der Jazz die Nazis besiegte‹, zumindest für ein Abenteuer«
– Wolfgang Huber-Lang, APA
»Der Comic beleuchtet, wie der Nationalsozialismus das ganz alltägliche Leben von jungen Menschen unmöglich gemacht hat. Wo sonst oft politischer Widerstand gegen die Nazis thematisiert wird, geht es hier um den jugendlichen Widerstand durch Popkultur.«
– Michael Meyer, ekz.bibliotheksservice
»Eine klare Empfehlung für alle, die sich für Popkultur, für Wien oder für Geschichte interessieren!«
– Petra Permesser, Weiberdiwan
»Das Dirndl als Tarnung im Jazzkeller: Eine Graphic Novel über bewegten Widerstand in den 1940ern«
– Barbara Beer, Kurier
Barbara Kadletz über das Buch
»Mit ›Schlurfkatzen‹, einer fiktiven Frauenbiografie aus dem Jahr 1942, möchte ich die Widerstandsgeschichte dieser außergewöhnlichen Frauen auch für heutige Generationen greifbar machen.« (Barbara Kadletz)
Die Protagonistin
Name: Luise
Geburtsjahr: 1925
Alter: siebzehn
Beruf: Näherin in einer Textilfabrik
Hobby: tanzen
Leidenschaft: Jazz, Swing
Bezeichnung: Schlurfkatze



