Johnny will leben
Beschreibung
Beschreibung
In den 1980er-Jahren geschrieben, seither verschollen und nun wiederentdeckt: Erich Frieds noch nie publizierter, absurder, parabolischer Text »Johnny will leben« basiert auf einem Theaterstück von Jura Soyfer über die Stadt Vineta. Erich Fried bearbeitete den Schlüsseltext über die 1930er-Jahre mit massenhafter Arbeitslosigkeit, Ignoranz und weltweit erstarktem Faschismus aus der politischen Perspektive seiner Zeit. Unter den Vorzeichen der heutigen globalen Entwicklung ist der Text aktueller denn je.
In Frieds Stadt Jumne gibt es eine strenge Voraussetzung: Bürger der Stadt kann nur werden, wer vergisst. Johnny jedoch will seine Erinnerungen nicht loslassen, denn sie definieren sowohl ihn als auch die Gesellschaft. Verwundert wandert er durch die Straßen, vorbei an sinnlosen Demonstrationen, führt ins Nichts laufende Dialoge und findet sich wieder in einer ohnmächtigen Gesellschaft, die in Geschichtslosigkeit und Vergessen versinkt. Doch Johnny gibt nicht auf.
Details und Inhalte
Druckausgabe
Autor
Erich Fried
Herausgeber
Pressestimmen
»Jahrzehntelang galt ›Johnny will leben‹ als verschollen. Nun wird Erich Frieds Geschichte eines Theaterstücks endlich veröffentlicht.«
– Jochen Dobnik, Heute
»Erich Fried verarbeitet in seinem Theaterstück nicht nur Jura Soyfers ›Vorlage‹, die in den 1930er Jahren spielt, sondern schafft eine nicht minder politisch-radikale Anklage des postfaschistischen Deutschland der 1960er Jahre. Die mal mehr, mal weniger subtilen Anspielungen und Verweise auf Student*innenbewegung, APO, Antikriegsbewegung und politische Repression sind das bittersüße Sahnehäubchen auf der dramaturgischen Torte.«
– Steffi, kaputtzig
»›Johnny will leben‹ basiert auf dem Theaterstück ›Vineta‹ von Jura Soyfer aus dem Jahr 1937. Während bei ›Vineta‹ vor dem Faschismus gewarnt wird, ist bei Erich Fried (1921–1988) die Katastrophe bereits geschehen und der Protagonist versucht verzweifelt, den Menschen begreiflich zu machen, dass man nicht vergessen darf und sich mit der Vergangenheit auseinandersetzen muss, um wieder richtig leben zu können.«
– Claudia Zawadil, city-flyer
»Aktuell und brisant«
– Silvia Matras, Kultur ist Leben