Die Nacherzählung
Beschreibung
Beschreibung
Als einzige Überlebende ihrer Familie in dem kleinen bayrischen Dorf macht sich eine junge Krankenschwester auf den Weg zu ihrer Schwester nach Wien. Es ist 1945, und zeitgleich begeben sich Tausende Menschen auf Wanderschaft in ein hoffentlich besseres Leben. Viele Jahre später erzählt sie als alte Frau von dieser beschwerlichen Reise: den langen Fußmärschen, den Schuhen, die von den Füßen fallen, den Menschen, die ihr unterwegs Quartier und Essen geben, den zeitweiligen Gefährten, mit denen sie sich zusammentut, aber auch den Übergriffen, die sie erfährt. In manchen Orten bleibt sie länger, verdient mal als Putzfrau, mal als Arbeiterin in einer Gießerei etwas Geld. Ihr eigentliches Ziel Wien und ihre Schwester verliert sie jedoch nie aus den Augen.
Details und Inhalte
Druckausgabe
E-Book
Autor
Bruno Weinhals
Herausgeber:innen
Pressestimmen
»Es gilt, Bruno Weinhals (1954–2006) wiederzuentdecken. In ›Die Nacherzählung‹ wird Skepsis zum Prinzip literarischer Darstellung. … Und jetzt, nach Lektüre des schmalen Bandes, stehe ich unter dem unangenehmen Eindruck, jemanden übersehen zu haben.«
– Anton Thuswaldner, Die Furche
»Es ist ein kleines Büchlein, das man schnell gelesen hat. Aber es ist derart intensiv, dass man die Eindrücke der armen Frau nicht mehr vergessen kann. Mit diesem Werk hat der Autor (1954–2006) ein kleines Stücke Zeitgeschichte verfasst – und blickt auf eine Gruppe von Menschen, die in der Literatur wenig Beachtung gefunden haben. Und gerade in diesen Zeiten der Migration und Not der Flüchtlinge besitzt das Büchlein eine Aktualität, die niemand verleugnen soll. Ganz große Leseempfehlung.«
– Marco Lombardi, Alpenlandkunst
»Der Text lässt sich durch seine Vielschichtigkeit und Intertextualität auf verschiedene Weisen lesen und interpretieren. Vielleicht lohnt es sogar, ihn mehrmals zu lesen, um mit jedem Mal andere Facetten zu entdecken.«
– Nathalie Rouanet, Zwischenwelt
»Weinhals vermittelt meisterhaft die assoziative Erzählweise der Mutter, wechselt die Perspektiven, gibt einen Eindruck von den vielen Fährnissen, denen sie ausgesetzt ist. Die Mutter ist kein Einzelfall, aber ihre Geschichte verdeutlicht einmal mehr, welche Lebensbedingungen in Europa noch vor wenigen Jahrzehnten geherrscht haben.«
– Beate Scholz, Kunststoff


