Die Gerissene
Beschreibung
Beschreibung
Mira hat genug vom Landleben. Schon seit ihrer Kindheit fühlt sie sich im Dorf fremd und unverstanden. Ohne einen Cent in der Tasche reist sie in die Welt hinaus, um ihren Platz darin zu finden. In Marseille macht sie sich mit dem Upcycling alter Kleidung einen Namen, in Oran näht sie aus Djellabas Minirocktaschen und in der Sahara schließt sie sich einer Reisekarawane an und arbeitet in einem Flüchtlingscamp mit. Stets begegnet Mira den Menschen und Umständen mit wachem, kritischem Blick und dem Drang, einen Beitrag zu leisten. Als in Havanna ihre Erwartungen auf eine echte, lebendige Revolution enttäuscht werden, gründet sie eine neue aufständische Bewegung. Wieder steht Mira vor einer Chance, die Welt zu einem besseren Ort zu machen. Doch diesmal muss sie alles riskieren.
Ein Roman mit feiner Ironie und sprachlicher Finesse, der sich mit dem Status quo nicht zufrieden gibt und eine zeitgenössische Schelmin zur Hauptfigur macht.
Details und Inhalte
Druckausgabe
E-Book
Autorin
Eva Schörkhuber
Pressestimmen
»Das ganze Leben ist eine Reise, lautet der Tenor des reportagigen Romans. Trotzdem schneidet Eva Schörkhuber große Themen an: Es geht um Gentrifizierung und Markenspleen und um eine Flucht in der Hoffnung auf eine bessere Zukunft. […] Es geht um Sinn und Geschäftssinn im Leben und seine Grenzen.«
– Juliane Fischer, Salzburger Nachrichten
»›Die Gerissene‹ ist ein weiblicher Schelmen- und Reiseroman, in dem Eva Schörkhuber Romantik mit Zeitkritik und sozialem Realismus gekonnt verknüpft. … die Musikalität der Sprache, ihr Rhythmus bereitet sinnliches Lesevergnügen.«
– Christian Schacherreiter, Oberösterreichische Nachrichten
»Abenteuer, Mut, Weltreise – Themen, die in Büchern oft männlich besetzt sind. Nicht so im neuen Roman von Schriftstellerin Eva Schörkhuber aus Schwertberg: ›Die Gerissene‹ folgt dem Leben des Mädchens Mira, das hinaus in die Welt fährt, um seinen Platz dort zu finden. Ein Schelmenroman aus weiblicher Sicht!«
– Kronen Zeitung
»Mit ›Die Gerissene‹ hat Eva Schörkhuber eine unterhaltsame, abwechslungsreiche Abenteuergeschichte aus Sicht einer furchtlosen Heldin geschaffen, eine Perspektive, die man in der Literatur viel zu selten findet.«
– Barbara Seidl, Litrobona
Eva Schörkhuber im Gespräch mit Daniela Fürst: »zum Nachhören
– Daniela Fürst, Literadio
»Die Gerissene handelt im global village, bei jedem Schritt tritt Mira auf Tretminen des Kolonialismus. Aus ihrer unbändigen Lust zu entdecken schreibt sie die Geschichte der besuchten Städte und Länder neu. Als Leser fühle ich mich auf diese Schauplätze entführt, auf einer imaginären Reise auf Pfaden jenseits des Tourismus, wenn sie sich auch immer wieder mit diesen kreuzen.«
– Walter Fanta, Buchmagazin Literaturhaus Wien
»›Nach all den Jahren, die ich auf Reisen verbracht habe, habe ich verstanden, dass ich vor allem um mich selbst gekreist war.‹ Vermutlich ist es genau diese Erkenntnis, die eine zunehmende Distanz zu der nur vordergründig empathischen ›Heldin‹ im Laufe der Lektüre aufkeimen lässt. Das erzeugt eine spannende Ambivalenz.«
– kunstSTOFF
»Ihre Protagonistin Mira lehrt uns in ›Die Gerissene‹ einen Perspektivenwechsel.«
– Krone Extra
»Mira [die Protagonistin] bleibt merkwürdig entrückt, in ihren Intentionen rätselhaft. Als moderne Schelmin folgt man ihr aber gern auf ihren kreativ-naiven Aktionen und Sprüngen über die Kontinente. Ganz und gar nicht naiv ist die Autorin, die immer wieder gekonnt und durchaus auch humorvoll auf Missstände, Privilegien und Verlogenheiten hinweist und aufzeigt, wie heillos verknotet vieles miteinander zu sein scheint.«
– Hanna Ronzheimer, Ö1 Ex libris
Daniela Wagner liest aus Die Gerissene
– Judith Raab, Radio Oberösterreich Premiere
»Eva Schörkhuber hat eine Figur geschaffen, die für die Leserin sperrig bleibt, sich nicht durch Sympathie vereinnahmen lässt. Eine, deren Freiheitsdrang enorm ist, ebenso wie ihr Empfindungsreichtum. Die Welt, die sie durchreist, ist bunt, ungeordnet, sinnlich. Mira sieht Dinge und Ereignisse kommen, sie träumt sie, während sie durch fremde Straßen läuft. Eine wie sie lehrt das Entdecken«
– Andrea Kathrin Kraus, Kreuzer Logbuch
»Ein Roman, der nicht nur inhaltlich, sondern auch sprachlich überzeugt, indem er die Stimmung der verschiedenen Orte bestens wiedergibt.«
– Margit Meergraf, Weiberdiwan
»›Die Gerissene‹ ist ein ganz ungewöhnlicher Roman, seine dichte Bildhaftigkeit atmet etwas vom magischen Realismus eines Márquez, Llosa oder Fuentes, was sicher nicht zuletzt mit der äußerst präzisen, aber nie artifiziellen Sprachlichkeit zu tun hat. Vom Ende her gelesen zeigt allein der Titel eine große Vielschichtigkeit.«
– Astrid Wallat, Bücherei im Bahnhof
»Die Autorin Eva Schrökhuber hat mit ihrem neuen Roman ›Die Gerissene‹ (Edition Atelier) ein Werk kreiert, das die Grenzen jedes Horizonts durchbrechen kann. Die Protagonistin ist radikal. Sie war es schon als Kind und bleibt es auch als junge Erwachsene. So eckt sie sie in unterschiedlichen Situationen an und stolpert von einem Chaos ins Nächste. Dabei ergeben sich herrlich amüsante sowie auch erschreckende Geschichten. … ein Buch für die heutige Welt.«
– Christina Vettorazzi, goodnight.at
»Wir reisen hier also mit einer zeitgenössischen Schelmin über den Erdball und sind wieder und wieder überrascht ob des Weges, den Mira einschlägt und der vielen Fähigkeiten, die sich sich aneignet und nutzt. Sehr witziger und höchst ungewöhnlicher Roman.«
– Prosa – Der Buchladen
»Miras Anliegen, den gewohnten Lauf der Dinge zu verändern und neue Bahnen zu eröffnen, ist der rote Faden (!), der sich durch die Handlung zieht. Immer wieder löst sie die Leinen, um Neues zu beginnen. Jedes Ende ist nur ein vorläufiges, eines, an das sich anknüpfen, an dem sich weiterspinnen lässt. Dies gilt auch für das Ende dieses beachtens- und empfehlenswerten Romans.«
– Gertrud Plennert, medienprofile
»Kein realistischer Roman, klar, ironisch und spitzfindig, kritisch und unterhaltsam gleichermaßen.«
– Anton Thuswaldner, Salzburger Nachrichten