Der Rasende Reporter im Spanischen Bürgerkrieg
Beschreibung
Beschreibung
Der noch heute als »rasender Reporter« bekannte Journalist und Schriftsteller Egon Erwin Kisch engagierte sich früh gegen den Faschismus. Nachdem er von den Nationalsozialisten aus Deutschland ausgewiesen worden war, reiste er 1937 nach Spanien, um am II. Internationalen Schriftstellerkongress teilzunehmen. Beeindruckt vom Widerstandskampf der Spanischen Republik blieb er im Land, um über die Internationalen Brigaden und den Bürgerkrieg zu berichten. Er besuchte Frontabschnitte, interviewte Soldaten, schrieb Briefe in seine Heimat und wurde in Texten von Weggefährten wie Theodor Balk, Willi Bredel und Pablo Neruda als Protagonist des Bürgerkriegs verewigt.
Die umfassendste Sammlung von Kischs spanischen Reportagen und Texten, die seine Bedeutung als Kriegskorrespondent und Chronist hervorheben.
Details und Inhalte
Druckausgabe
Autor
Egon Erwin Kisch
Herausgeber
Pressestimmen
»Durch ihr Konzept, Kischs Reportagen, Reden und Briefe in und aus Spanien mit Texten seiner Freunde, Genossen und Berufskollegen zu verzahnen, wirkt das Buch wie ein Kaleidoskop, in dem sowohl der »rasende Reporter« als auch das Geschehen in Spanien in vielen Facetten sichtbar werden.«
– Erich Hackl, junge Welt
»Den Reiz dieses Buchs macht wieder das ganz Persönliche aus, Kischs Briefe nach Hause und die Texte von Zeitgenoss/innen über ihn. Da schreibt z. B. ein katalanischer Schriftsteller über Kisch, dass er kein Journalist sei, aber vor allem Reportagen schreibe, ›mit seinem lebendigen scharf ironischen Stil, ohne sich von Spitzfindigkeiten oder Oberflächlichem beirren zu lassen.‹«
– Konrad Holzer, Buchkultur
»Kisch hat mit seinen Texten schon damals den Europäern (die lieber wegsahen und -hörten) Ohren und Augen geöffnet, was Faschismus in Politik und Alltag bedeuten und welche Folgen er haben kann. Die Berichte und Briefe von Kisch und über ihn lassen sich alle heute noch sehr gut lesen – nicht nur von historisch und literarisch Interessierten oder journalistisch Ambitionierten, sondern von allen, die sich ernsthaft mit dem Phänomen auseinandersetzen und nach Antworten suchen, wie man mit Faschisten und dem Faschismus am besten umgehen kann.«
– Ralf Höller, Rezensionen.ch
»Egon Erwin Kisch schrieb als Augenzeuge des Krieges zwischen Juni 1937 und April 1938 über das republikanische Spanien. Eine Chronik.«
– Georg Pichler, junge Welt
»Bei allem revolutionären Engagement hielt sich der Pazifist in der Schilderung militärischer Auseinandersetzungen zurück. Mehr Gewicht legte er auf soziale Hintergründe. Die Höhepunkte der facettenreichen Kompilation bilden zwei Texte, in denen Kisch seine erzählerischen Fähigkeiten voll entfaltet.«
– Thomas Leitner, Falter
»Egon Erwin Kisch ist mehr als eine Wiederentdeckung. In diesem gerade erschienenen Buch geht es um das Schreiben unter Druck. Um antifaschistische Klarheit, um eine historische Nähe zwischen Österreich und Spanien, die fast zu wenig bekannt ist. Und das ist für mich ein starker Reiz, dass man beim Lesen nicht nur Kisch begegnet, sondern einem ganzen politischen und menschlichen Zusammenhang.«
– Valerie Springer, Book Shot
»Ernst, engagiert und leidenschaftlich für Volk und Freiheit.«
– Erhard Schütz, Das Magazin
»Obwohl nicht mehr als elf Monate umfassend, stellt ihr Buch eine kleine Sensation dar: Sämtliche Texte, die Kisch währenddessen schrieb, und die teils auch anonym in verschiedenen deutschen, spanischen oder französischen Zeitungen abgedruckt wurden, sind, soweit überhaupt noch recherchierbar, erstmalig von den Herausgebern für diese Ausgabe zusammengestellt worden!«
– Thomas Koppenhagen, Luxemburger Tageblatt
»Ein Band dokumentiert nun – chronologisch und gut kommentiert – alles noch Auffindbare: Briefe, kernige Gruß- und Vorworte, markige Reden und Manifeste, einige Reportagen und viele Zeugnisse anderer Beteiligter.«
– Erhard Schütz, Welt am Sonntag
»Los reportajes de Kisch son textos de extraordinaria viveza descriptiva que acreditan su gran poder de observación de cuanto sucedía en aquel momento lo mismo en el frente que en la retaguardia. Son al mismo tiempo de indiscutible valor literario, aunque que su autor no trate de ocultar en ningún momento de qué lado están sus simpatías.«
– Joaquín Rábago, La casa de mi tia
»Zuletzt ist nicht nur die umfangreiche Ausstattung des Buches mit weithin unbekannten Fotos und Zeitungs- bzw. Zeitschriften-Ausschnitten hervorzuheben, sondern auch der großartigen Recherchearbeit der beiden Herausgeber Georg Pichler und Joachim Gatterer Respekt zu zollen, die auch auf Nebengeleisen Informationen bereitstellt, die das Verständnis der Texte sowohl von Kisch als auch all der anderen zitierten Autorinnen und Autoren erleichtern und befördern.«
– Karl Wimmler, Alfred Kahr Gesellschaft Mitteilungen
