Vierzehn Leben in Währing. Im Rahmen der Ausstellung »Währingerinnen und der Nationalsozialismus« wird auch die Journalistin und Schriftstellerin Else Feldmann, deren Erzählungen und Sozialreportagen bei uns (wieder-)aufgelegt wurden, vorgestellt.
Am 5. März findet die Vernissage statt, danach kann die Ausstellung bis 30. September 2026 während der Öffnungszeiten (Mo–Fr 7:30–15:30 Uhr, Do 7:30–17:30 Uhr) im Amtshaus Währing besucht werden.
»Die Ausstellung erzählt von 14 Frauen, die einmal in Währing lebten, und die durch den Nationalsozialismus zu Widerständigen, Opfern oder Überlebenden wurden.
Da ist die bekannte Journalistin und Schriftstellerin, als Jüdin deportiert und ermordet, heute fast vergessen. Die Kommunistin, die in Spanien gegen den Faschismus kämpft und deren Spuren sich in Paris verlieren. Die angesehene Gersthofer Parfumhändlerin, deren Kundschaft plötzlich ausbleibt. Sozialdemokratinnen, die widerständig bis zur Verhaftung sind, eine ungehorsame Nonne und ein Dienstmädchen, das einen Brief an den falschen Mann schreibt.
Diese Frauen haben ganz unterschiedliche Leben, aber ihnen allen gemein ist Währing. Jede von ihnen hatte einmal ein Zuhause hier im Bezirk. Deshalb zeichnet die Ausstellung nicht nur mit Worten und Bildern diese 14 Leben nach, sondern zeigt auch, wo sie sich abgespielt haben: Wie sieht das Haus heute aus, in dem die Gestapo Cäcilie Lueger abgeholt hat? Durch welche Fenster beobachtete Ruth Maier die Novemberpogrome? Und hinter welcher Fassade trafen sich unter Lebensgefahr Widerstandskämpfer*innen?«


