Im Herbst reisen wir mit unseren Autor:innen durch Länder, Kontinente und Kulturen, werfen einen Blick in die Vergangenheit und setzen uns kritisch mit der Gegenwart auseinander: Andreas Jungwirth breitet in seinem Roman »Alle meine Namen« ein Leben voller Durchsetzungskraft und emanzipatorischer Selbstbestimmung aus, Nathalie Rouanet rekonstruiert in »Indienrot« das schillernde Leben der indisch-ungarischen Malerin Amrita Sher-Gil, Übersetzer Alexander Pechmann und Herausgeber Wolfgang Straub machen Hans Flesch-Brunningens Exilroman »Zur falschen Zeit« erstmals auf Deutsch zugänglich, Fabian Burstein weiß in seinem Essay »Empowerment Kultur« sehr genau, was Kultur braucht, um inmitten von Shitstorms, Krisen und Skandalen zu bestehen, und Alexander Kluy unternimmt einen lösungsorientierten Streifzug durch die (Kultur-)Geschichte des Kreuzworträtsels, das heuer seinen 111. Geburtstag feiert.
Andreas Jungwirth: Alle meine Namen. Roman
Andreas Jungwirth erzählt in »Alle meine Namen« von einem außergewöhnlichen Frauenleben voller Mut, Selbstbestimmtheit, Energie und Liebe. Als Johanna erfährt, dass ihr Verlobter Peter nach seiner Polio-Erkrankung zum Pflegefall wird, gründet sie allen Widerständen zum Trotz eine Familie mit ihm. Sie setzt sich nicht nur gegen ihre Familie durch, sondern auch gegen die festgeschriebenen Rollenmuster und gesellschaftlichen Erwartungen. Ein kraftvoller und inspirierender Roman, der uns in Johannas Leben eintauchen lässt und noch lange nachhallt. »mehr Infos
Fabian Burstein: Empowerment Kultur. Was Kultur braucht, um in Zeiten von Shitstorms, Krisen und Skandalen zu bestehen
Anhand von Fakten und langjährigen Erfahrungen porträtiert Fabian Burstein in seinem neuen Buch den Zustand der deutschsprachigen Kulturlandschaft, von Politikversagen und Misswirtschaft über Postenschacher bis hin zu Wokeness-Debatten. Dabei wagt er auch einen hoffnungsfrohen Blick in die Zukunft, denn mit willensstarker Kulturpolitik, einem selbstbewussten, investigativen Kulturjournalismus und professionellen Strukturen können wir es gemeinsam schaffen. »mehr Infos
Nathalie Rouanet: Indienrot. Roman
Die indisch-ungarische Malerin Amrita Sher-Gil (1913–1941) hatte ein kurzes, wildes Leben. Nathalie Rouanet erzählt ausgehend von biografischen und historischen Daten von Amritas Kindheit in Budapest und im nordindischen Punjab, ihrer Zeit als Studentin während der Pariser Bohème und Avantgarde, die ihre künstlerische und sexuelle Identität prägten, ihren ausführlichen Reisen durch den Subkontinent und das dadurch geweckte Interesse für alte indische Kunst. Ein wort- und bildgewaltiger Roman über eine Ausnahmekünstlerin, die es bei uns noch zu entdecken gilt. »mehr Infos
Alexander Kluy: Das Kreuzworträtsel und seine Geschichte
Im Dezember 2024 feiert das Kreuzworträtsel seinen 111. Geburtstag. Eine ausgezeichnete Gelegenheit, in den Kosmos des berühmten Worträtsels einzutauchen. Alexander Kluys Kulturgeschichte ist ein gewitzter, informativer und charmanter Streifzug, der zahlreiche Anekdoten bereithält. Er erzählt von den Ursprüngen des Rätsels genauso wie vom Rätsel als Motiv in Film, Musik und Literatur. Die Liste der kreuzworträtselnden Berühmtheiten ist dabei so lange wie erstaunlich und führt uns um die ganze Welt. »mehr Infos
Hans Flesch-Brunningen: Zur falschen Zeit. Roman
Hans Flesch-Brunningen war einer der wenigen Exilautor:innen, der auch in der Sprache seines Exilortes geschrieben hat. 1940 ist sein Roman »Untimely Ulysses« erstmals in einem Londoner Verlag erschienen, Übersetzer Alexander Pechmann und Herausgeber Wolfgang Straub machen den Roman nun erstmals in deutscher Sprache zugänglich, den Hilde Spiel bei seinem ersten Erscheinen als »Fiebertraum des Emigranten, der ins nazibesetzte Heimatland zurückkehrt und dort grausige Erlebnisse hat, aus denen er sich nur mit Mühe zurück nach England rettet« bezeichnete. »mehr Infos