Konfetti im Verlag! Wir beginnen das neue Jahr mit dem Nachdruck von gleich drei Büchern:
Ursula Knoll: Zucker
Ursula Knolls Roman Zucker ist im März 2025 erschienen, in wenigen Wochen kommt die zweite Auflage in die Buchhandlungen. 2024 wurde sie für einen Auszug aus dem Manuskript mit dem Theodor Körner Preis für Literatur ausgezeichnet, zuvor hat sie für die Fertigstellung des Romans ein Jahresstipendium der Literar Mechana erhalten. Und auch nach Erscheinen des Buches gab’s viele positive Kritiken und Leser:innen, die Zucker nun in die zweite Runde schicken. Wir freuen uns sehr über die verdiente Aufmerksamkeit und wünschen Ursual Knoll und Zucker noch viel mehr Aufmerksamkeit!
Und darum geht’s: Zucker ist eines der ambivalentesten Nahrungsmittel unserer Zeit, und eines der spannendsten der Geschichte. Ursula Knoll gelingt in ihrem Roman leichtfüßig ein Spagat zwischen der kolonialen Sklavenhaltung in Großbritannien, der Rübenzuckerindustrie im Burgenland und dem damit einhergehenden Konkurrenzkampf zwischen Kolonialzucker und Rübenzucker bis hin zur gegenwärtigen Erwartung, Zucker als Energiestoff nutzbar zu machen, um das fossile Zeitalter zu beenden. Entlang von sechs Frauenleben wird hier mitreißend die Geschichte des Zuckers in Europa erzählt. »mehr Infos
Eine Leseprobe findet ihr »hier und ein Gespräch mit Ursula »hier.
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Fritz Kolb: Einzelgänger im Himalaya
Neben der Gegenwartsliteratur ist die Wiederauflage von Texten aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts ein weiterer Schwerpunkt in unserem Verlagprogramm. Dafür arbeiten wir mit Herausgeber:innen zusammen, die uns die von ihnen gehobenen Schätze zur Veröffentlichung vorschlagen und Nachworte beisteuern. Vor etwa drei Jahren hat uns Ulrike Schmitzer von Fritz Kolb und seinem lange vergriffenen Erinnerungsbuch Einzelgänger im Himalaya erzählt. Ein Text, der uns sofort und nachhaltig begeisterte. Und nicht nur uns: Im März 2025 ist die Hardcover-Ausgabe erschienen, im Oktober folgte die Paperback-Ausgabe, und nun gehen wir insgesamt in die dritte Auflage.
Und darum geht’s: Der Wiener Sozialist und Reformpädagoge Fritz Kolb (1902–1983) erzählt mitreißend von seiner kleinen Himalaya-Expedition, die er während der Sommerferien 1939 mit seinem Kollegen und Freund Ludwig Krenek absolvieren wollte. Nach Beginn des Zweiten Weltkriegs wurden sie als »feindliche Ausländer« festgenommen und sind insgesamt neun Jahre in Indien geblieben. Von diese Zeit erzählt Kolb in seinem Buch ohne Groll, mit viel Interesse für Land und Leute, aber auch mit Sorge um die Daheimgebliebenen. Seine Tochter, die Klimaforscherin Helga Kromp-Kolb hat ein Vorwort beigesteuert, in dem sie uns den außergewöhnlichen Menschen Fritz Kolb vorstellt.
»Hier geht’s zur Leseprobe von Einzelgänger im Himalaya.
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Lina Loos: Das Buch ohne Titel
Das Buch ohne Titel der legendären Lina Loos (1882–1950) ist schon lange ein fixer Bestandteil unseres Verlagsprogrammes. Die erste Ausgabe hat 2013 unser langjähriger Wegbegleiter und Freund Adolf Opel (1935–2018) herausgegeben. Und noch immer ist das Interesse an den zeitlosen, amüsanten, charmanten, kritischen Texten der Wienerin ungebrochen, die ihren Nachnamen aus einer kurzen Ehe mit dem streitbaren Architekten Adolf Loos behalten hat. Dass in Wien gerade eine nach ihr benannte U-Bahn-Station eröffnet wurde, mag auch daran liegen. Wir freuen uns aber sehr über die zusätzliche Aufmerksamkeit für die fantastische Lina Loos, die als Feministin, Pazifistin, Autorin und Schauspielerin ihr geliebtes Wien stets im Blick hatte.
Mehr Infos über Lina Loos, ihr Buch ohne Titel und die ebenfalls von Adolf Opel herausgegebene Sammlung mit Briefen Du silberne Dame Du findet ihr »hier.