1918 in Sydney geboren, ab 1920 in Wiener Neustadt, 2004 in Wien gestorben. 1930 erstes Gedicht, 1934 Lehre in der Spedition, an der ihr 1926 verstorbener Vater Anteile besessen hatte, 1939 Inhaberin dieser Spedition, 1940–45 Besuch der Bildhauerklasse an der Akademie der bildenden Künste (ohne Diplom), 1945/46 Aufenthalt in Tirol und Salzburg, danach Stenotypistin bei der US-amerikanischen Besatzungsbehörde und Englisch-Nachhilfelehrerin. Ab 1949 freie Schriftstellerin und Übersetzerin, 1952 erste Buchpublikation (»Gesang an das Heute«, Lyrik u. Kurzprosa), 1954 erste Romanpublikation (»Sie warten auf Antwort«), 1951–1956 Redakteurin des Jahrbuchs »Stimmen der Gegenwart«, 1960–1969 (wie Marlen Haushofer) Autorin des deutschen Sigbert Mohn-Verlags, 1968–1978 Redakteurin der Zeitschrift »Literatur und Kritik«. »Figuren in Schwarz und Weiß« ist erstmals 1964 erschienen.
Neben ihrer Arbeit als Schriftstellerin und Übersetzerin war Jeannie Ebner eine wichtige Netzwerkerin und Förderin junger Autor:innen – so war sie etwa in den 1950ern für »die Jungen« wie Thomas Bernhard, Ingeborg Bachmann oder Marlen Haushofer eine wichtige Ansprechperson und Vermittlerin von Publikationsmöglichkeiten. Ab 1968 gab sie für zehn Jahre die Zeitschrift »Literatur und Kritik« mit heraus.
