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BUCHINFO

Thomas Ballhausen
Lob der Brandstifterin
Erzählung TEXTLICHT-REIHE

Mit einem Nachwort von Jack Hauser
60 Seiten
11,5 x 18 cm
Paperback
5,00 Euro
ISBN 978-3-902498-79-3

E-Book: 2,99 Euro
ISBN 978-3-903005-77-8

Thomas Ballhausen
Lob der Brandstifterin

 

 

Sie zündelt gerne, doch sie ist nur eine gewöhnliche Ladendiebin, die sich sehr überzeugend als Pyromanin ausgibt. Ihre Begeisterung dafür, auch mich in Brand zu stecken, mich bis zum Grund ausbrennen zu lassen, wird nur von dem sonderbaren Wunsch überflügelt, das All abzufackeln. Die Häuser, an denen sie sich zu schaffen gemacht hat, beginnen sie bereits zu langweilen. Lieber möchte sie den Sternen beim Verlöschen und Verglühen zusehen, nur um es beobachtet zu haben, nur um dabei gewesen zu sein, in diesem Moment, als die Finsternis begann.

INHALT

Seit er ihr, der geheimnisvollen Frau, begegnet ist, hat sich alles verändert. Sie ist verführerisch und bedrohlich zugleich, was sie anfasst, verglüht und zerfällt zu Asche. Und sie sehnt sich danach, ihn anzuzünden und in Flammen brennen zu sehen. In Büchern in einer Bibliothek hinterlassen sie verschlüsselte Botschaften und Nachrichten aneinander. Längst hat sie ihn in ihren Bann gezogen, und doch entzieht sie sich ihm immer wieder. Er folgt ihren Spuren, verbirgt sich hinter Masken und fremden Namen – und erwartet vor einem apokalyptischen Hintergrund das unausweichliche Ende ihres Spiels.

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ÜBER DEN AUTOR

Thomas Ballhausen wurde 1975 in Wien geboren und studierte Vergleichende Literaturwissenschaft, Germanistik und Philosophie in Wien. Er ist Autor, Literatur- und Kulturwissenschaftler. Literarische Veröffentlichungen in Zeitschriften (u. a. kolik, Krachkultur, LICHTUNGEN) und Anthologien (u. a. Zum Glück gibt’s Österreich, Wagenbach). Zahlreiche Buchpublikationen (Auswahl): Geröll (2005), Die Unversöhnten (2007), Bewegungsmelder (2010) und (in der Edition Atelier:) Lob der Brandstifterin (2013) und In dunklen Gegenden (2014). Preise (Auswahl): Reinhard-Priessnitz-Preis 2006, Holfeld-Tunzer-Preis 2008.

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PRESSESTIMMEN

Thomas Ballhausens Erzählung Lob der Brandstifterin folgt keinem Plot im herkömmlichen Sinn, eher einer Spielanleitung, einem Regelwerk, vergleichbar jenem, das sein Protagonist zu beachten hat. Sein Spiel heißt Verfolgung, Jagd, Spionage, dem Publikum eröffnet das ein unterhaltsames und erkenntnisreiches Spurenlesen.
Hanno Millesi

Auf Einflüsse der Forschungs- und Lebensschwerpunkte von Ballhausen trifft LeserIn an allen Ecken und Kanten. Film, Theater und Comic schreiben sich in (un)scheinbarer Intermedialität in den Text ein. Die Erzählung zeichnet sich durch das gewohnt brillant-witzige Sprachspiel Ballhausens aus, jedes Wort, jedes Zeichen des Satzes obliegt seiner Berechtigung und führt durch eine Dichtheit des Textes, welcher seinesgleichen sucht.
Jana Schulze, Rezensöhnchen